Ich schreibe Kriminalromane, in denen viel Tee getrunken und wenig geschrien wird. Sie spielen auf Föhr, einer grünen Insel im nordfriesischen Wattenmeer, und sie leben von dem, was zwischen Reetdach und Deich nicht gesagt wird.
Über mich
Geboren wurde ich 1981 in Nordfriesland. Meine Kindheit verbrachte ich zwischen rauer Nordseebrise und der herzlichen, aber eigenwilligen Dynamik einer norddeutschen Dorfgemeinschaft. Wer dort aufwächst, lernt früh zwei Dinge: dass jeder jeden kennt, und dass das nicht dasselbe ist wie: jeder weiß alles.
Geprägt hat mich vor allem meine Großmutter. Sie hat mir beigebracht, dass man die Wahrheit meistens erst beim zweiten Hinsehen erkennt. Das ist, wenn ich ehrlich bin, meine gesamte Ausbildung zur Krimiautorin.
Studiert habe ich dann Soziologie in Hamburg. Danach hat es mich zurück an die Küste gezogen, und heute arbeite ich hier als freiberufliche Autorin. Der soziologische Blick ist geblieben, nur das Untersuchungsobjekt ist kleiner geworden: Wer redet mit wem, wer grüßt wen nicht mehr, wer sitzt im Vorstand, und wessen Familie hat wann welches Land verkauft.
Was mich am Krimi-Schreiben fasziniert
Ein Mord ist ein Vergrößerungsglas. Er zwingt eine Gemeinschaft, Fragen zu beantworten, die sie lieber nicht gestellt hätte, und plötzlich wird sichtbar, was jahrzehntelang unter der Oberfläche lag.
Mich interessiert dabei weniger die Tat als das Davor und das Danach. Wer hat etwas gesehen und nichts gesagt? Wer hat aus Rücksicht geschwiegen, wer aus Angst, wer aus Gewohnheit? Am Ende steht bei mir deshalb selten ein Monster, sondern meistens jemand, der irgendwann geglaubt hat, keine andere Wahl zu haben.
Und dann ist da der Ton. Norddeutscher Humor ist trocken, knapp und vom Vortrag her kaum von einer Feststellung zu unterscheiden. Genau damit zu arbeiten, macht mir beim Schreiben den größten Spaß. Mehr dazu: Norddeutscher Humor
Meine Bücher im Überblick
Ich schreibe Wohlfühlkrimis, im englischen Sprachraum Cozy Crime genannt. Das heißt: Es wird gestorben, aber die Kamera schwenkt weg. Keine Kapitel aus Tätersicht, keine ausführlichen Obduktionsberichte, keine Bedrohung, die nur da ist, damit du nachts wach liegst. Die Spannung kommt aus Fragen, nicht aus Schrecksekunden.
Ermittelt wird im Alltag. Meine Hauptfigur Maren Feddersen war Investigativjournalistin in Frankfurt, bis ein Burnout sie zwang, kürzerzutreten. Heute liefert sie mit einem knallgelben E-Cargo-Bike Käse, Wolle und Biogemüse über die Insel aus. Sie kommt überall hin, und ihr alter Instinkt lässt sich leider nicht abschalten. An ihrer Seite: Tante Gesa mit einem Archiv aus Schuhkartons, der junge Inselpolizist Momme Jensen und Bente, ein Border Collie mit eigener Meinung.
Alle Bände spielen auf Föhr, in Nordfriesland, und sind in sich abgeschlossen.
Alle Bände und die Lesereihenfolge · Aktuelle Neuerscheinung
Mein Schreibprozess
Recherche vor Ort
Meine Regel ist einfach: Die Geografie ist echt, die Häuser sind erfunden. Ortsnamen, Wege, Entfernungen, Fährzeiten und Gezeiten stimmen. Das Hotel, die Teestube und die Familien darin nicht.
Recherche heißt bei mir deshalb weniger Archiv und mehr Zuhören. Beim Bäcker, an der Fähre, auf dem Deich. Was ich im Archiv finde, muss stimmen. Was ich beim Bäcker höre, muss stimmen können.
Warum ich so trenne: Regionalkrimi Schleswig-Holstein
Figuren und Plot
Am Anfang steht bei mir fast nie ein Mord, sondern ein Ort. Ein Anbau, der nicht ins Dorf passt. Ein Traktor, der zu lange in der Salzwiese steht. Aus dem Ort ergibt sich, wer dort zu tun hat, und daraus ergibt sich der Fall.
Danach wird geplant, und zwar gründlich. Ein Krimi muss Fair Play einhalten: Alle Hinweise liegen sichtbar auf dem Tisch, und wer aufmerksam liest, kann mitraten. Wer die Lösung erst im letzten Kapitel erfindet, verliert sein Publikum dauerhaft.
Das Wetter plane ich übrigens vor der Handlung. An der Nordsee ist es keine Kulisse, sondern Handlungsbeteiligter.
Mein Weg im Selbstverlag
Ich veröffentliche selbst. Das heißt: Ich entscheide über Cover, Titel, Tonfall und Termine, und ich trage auch die Verantwortung, wenn etwas schiefgeht. Für eine Reihe ist das ein Vorteil, weil ich den Takt bestimmen kann und, sind wir doch ehrlich: niemand will zwei Jahre auf den nächsten Band warten.
Wie das praktisch abläuft und was ich anderen Autorinnen und Autoren dazu rate: Selbstverlag als Krimi-Autorin
Privates
Am liebsten bin ich draußen, bei jedem Wetter und besonders bei schlechtem. Ein Sturmspaziergang am Deich ersetzt bei mir die halbe Überarbeitungsrunde, weil sich Probleme im Manuskript beim Gehen von selbst sortieren.
Dazu gehört eine große Liebe zur friesischen Teekultur. Kluntje zuerst, dann der Tee, dann die Sahne über den Löffel. Nicht umrühren. Im Alltag und beim Schreiben trinke ich überwiegend aromatisierte Früchtetees. Und gelegentliches Nervenfutter, über das ich hier nicht weiter sprechen möchte.
Was mich sonst inspiriert: Friedhöfe mit alten Grabsteinen, Dorfversammlungen, Wetterberichte und Gespräche, die eigentlich für mich nicht bestimmt waren.
Gedankenfetzen
In meinem Blog schreibe ich über Sprache, das Schreiben und das Inselleben. Nicht regelmäßig, aber wenn, dann ausführlich.
Kontakt und Social Media
E-Mail: kontakt@sveadierks.de
Social Media: InstagramFacebookTikTokPinterest
Über Post von Leserinnen und Lesern freue ich mich immer. Anfragen von Presse und Veranstaltern beantworte ich ebenfalls gern, am besten mit konkretem Termin und Rahmen.
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Für Presse und Veranstalter

Kurzbiografie zum Übernehmen:
Svea Dierks, geboren 1981 in Nordfriesland, ist Soziologin und Autorin. Nach dem Studium in Hamburg kehrte sie an die Nordseeküste zurück, wo sie heute als freiberufliche Schriftstellerin lebt und arbeitet. In ihrer Krimireihe um die ehemalige Investigativjournalistin Maren Feddersen ermittelt sie auf der Insel Föhr, mit trockenem Humor, viel Inselalltag und ohne explizite Gewalt.
Pressefoto in höherer Auflösung auf Anfrage per E-Mail.
